harder spreyermann

         architekten eth/sia/bsa ag

Wohnüberbauung Berchtesgadner Strasse, Salzburg, 2020

Überbauung mit 117 Wohnungen und Kindergarten

Bauherrschaft: Heimat Österreich - gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.

Wettbewerb, 1. Preis

Der Entwurf verbindet den Maßstab der Gesamtanlage mit demjenigen der einzelnen Gebäudevolumen und der Häuser der Nachbarschaft. Zur Berchtesgadnerstraße und zum Quartiersplatz schaffen klare Gebäudekanten gefasste Räume von vorstädtischem Charakter. Zum Grünraum und zu den benachbarten Einfamilienhäusern sind die Gebäude jedoch kleinteilig gegliedert, raumbildend und verbinden sich mit deren Maßstäblichkeit. Deren laubenartig berankte Vorbauten greifen in den Grünraum und interpretieren eine Atmosphäre des ländlichen, individuellen Wohnens. Die großzügigen, gedeckten Eingangsbereiche mit den mittigen Bäumen verbinden die Gebäude zu einer differenzierten Gesamtfigur und belassen einen attraktiven grünen Freiraum zu den neuen Bauten im Westen sowie zur Gneisfeldstraße im Osten.

Die Wohnräume verbinden die Wohnungen über die vorgestellten Lauben mit der Landschaft. Sie orientieren sich nach mindestens zwei Seiten und schaffen so eine gute Belichtung und Ausblicke in den Grünraum und zur Landschaft. Der offene Raumzusammenhang des Entrées mit dem Wohn-Esszimmer und mit dem angrenzenden Zimmer als Enfilade schafft innerhalb der Flächenvorgaben räumliche Großzügigkeit. Die Wohnungstypen differenzieren sich entsprechend dem Bewohnersegment und der Lage in der räumlichen Zonierung, welches durch die unterschiedlichen Situierungen der Küchen verstärkt wird.

Die durchgehend horizontale Ordnung der Fassade und eine homogene Farbigkeit verbindet optisch die unterschiedlichen Gebäudevolumen. Raumhohe Fenster schaffen Wohnqualität und öffnen die Räume ungehindert zum Außenraum. Die Materialisierung der geschlossenen Fassaden-Elemente wird jedoch differenziert in Bezug zum Kontext. An der Berchtesgadnerstraße und am Quartiersplatz sind sie verputzt wie die angrenzenden Häuserzeilen. Deren parkseitige hölzernen Laubenvorbauten verbinden sich mit den Gebäuden am Gneisfeldweg, deren Fassaden mit dunklem Holz verkleidet sind. Sie übernehmen die prägende Farbigkeit der Dachflächen und der Gärten der Umgebung und fügen sich so atmosphärisch in ihren Kontext.

Mitarbeit:

Regula Harder, Florian Melzer, Noëlle Baechler, Oliver Walter