Ochsenstall Kartause Ittingen, Warth, 2015-2017

Planung, Kostenplanung und Bauleitung

Einbau in schützenswerte Bausubstanz

Das Gebäude an der südlichen Klostermauer der Kartause Ittingen wurde im 18. Jahrhundert unter Prior Anthelmus Entlin erbaut. Es diente den Kartäusern und anschliessend  auch der Familie Fehr als Stallungen für die Nutztierhaltung von Pferden und Ochsen. Während ein Pferdestall noch heute in seiner historischen Form und Funktion erhalten ist, wurden die anderen Stallungen im Laufe der Zeit umgenutzt.
Mit dem Ausbau als Bar wurde nun der ehemalige Ochsenstall für den Gast erlebbar gemacht. Nach der Entfernung der störenden Einbauten jüngeren Datums kann der Gewölberaum wieder seine eindrückliche Raumwirkung entfalten. Wie die hölzernen Pferdeboxen im historischen Pferdestall zonieren Einbauten aus Holz den Raum für den Gast. Ein langes, freistehendes Thekenelement in der ganzen Raumtiefe und ein Sitzbankelement mit Tischen und Stühlen fügen sich als lineare Elemente in die prägende Säulenordnung des Gewölberaumes. Mit dem dunklen, massiven Boden und dem hölzernen Wandtäfer schaffen sie für den Gast Geborgenheit in der muralen, hohen Halle. Die historischen hölzernen Haken für das Ochsengeschirr an der Wand sind Zeugen der Vergangenheit, während die Einbauten aus Eichenbrettern mit feinen Elementen aus Schwarzstahl eine architektonische Interpretation der gusseisernen Beschläge und Elemente bzw. der hölzernen Boxentrennungen der historischen Pferdestallung darstellen. Die Möblierung unterstützt diese Atmosphäre mit den stabellenartigen Barhockern und mit den organisch geformten Ledersesseln, die an Pferdesattel erinnern.