Haus Frey Eigenmann, Meilen, 2006-2008

Wohnskulptur

Das Haus Frey-Eigenmann ist Teil eines Doppeleinfamilienhauses, welches sich an einer ruhigen Hanglage in Obermeilen befindet. In den 50er Jahren realisierten die Architekten Germann und Rüegger drei dieser Häuser, die von Norden her erschlossen sind und auf deren Südseite sich ein grosszügiger Garten öffnet. Die längsgerichteten in Massivbauweise und mit prägnanten Satteldächern versehenen Bauten prägen das Strassenbild entscheidend mit.

Die Erneuerung umfasst einen tiefgreifenden Umbau und einen südlich ausgerichteten Neubau. Dieser nimmt das Thema der Vorbauten der Nachbarhäuser in der Weiterführung der Dachschräge auf und verläuft in der Flucht des bestehenden Baukörpers. Durch seine Platzierung wird ein winkelförmiger Grundriss generiert, der eine Übereckanordnung des Wohn- und Essbereichs erlaubt, bei der die Küche im Zentrum steht.

Die Verschachtelung der neuen Raumanordnung wird unterstützt durch die grosszügig dimensionierten Übereckfenster, die mittels Spalieren eine zusätzliche Gliederung erfahren und die Beziehung zum Aussenraum durch die Blumenfenster verstärken. Dank dem Anbau und der neuen Raumaufteilung konnten somit zeitgemässe, grosszügige Räumlichkeiten entstehen, welche die kleinmassstäbliche, bestehende Struktur harmonisch ergänzen.

Im Obergeschoss wird durch die Freilegung der Dachflächen und mittels zwei ineinandergreifenden Kindergalerien zusätzlicher Raum gewonnen und die vormalig drückend niedrige Raumgebung aufgelöst.