Wohnüberbauung Berchtesgadner Strasse, Salzburg, 2020 - 2026
Anteil Harder Spreyermann: 117 von 257 Wohnungen, ein Kindergarten und Gewerbe- und Dienstleistungsflächen
Bauherrschaft: Heimat Österreich - gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.
Wettbewerb, 1. Preis, Planung bis Einreichplanung
Baukosten: € 83,5 Mio. (Anteil BGF Harder Spreyermann: 51,5%)
Auszeichnungen: «klimaaktiv Gold» und «greenpass Gold»
Bauaufgabe und Team
Mit dem Projekt GNICE wurde eine ehemalige Baulandreserve zu einem verdichteten Stadtteilzentrum entwickelt. Rund die Hälfte der Baukörper, darunter 117 der 257 Miet- und Eigentumswohnungen, der Kindergarten und verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsflächen wurden durch Harder Spreyermann verantwortet. In Zusammenarbeit mit Strobl Architekten (Salzburg), Frötscher Lichtenwagner Architekten und der Landschaftsarchitektin Carla Lo (beide Wien) ist ein zukunftsfähiges Quartier entstanden, in dem die verschiedenen architektonischen Handschriften Vielfalt schaffen, während gemeinsame städtebauliche und architektonische Themen und die abgestimmte Materialisierung ein harmonisches Gesamtbild und eine klare Identität erzeugen.
Städtebau und Architektur
Die städtebauliche Konzeption reagiert differenziert auf den Kontext: Massive Baukörper an der Berchtesgadner Strasse fungieren als Lärmschutz, nach Osten hin entwickelt sich die Struktur zu kleinteiligeren und durchlässigeren Bauten. Der Gneisplatz bildet als belebte Mitte den zentralen Bezugspunkt, während eine „Grüne Zunge“ den Eichetwald direkt ins Quartier führt.
Die von uns gestalteten Bauten sind mehrseitig orientiert und bieten hohe Belichtungsqualität sowie Ausblicke in die Landschaft. Laubenartige Vorbauten verzahnen die Wohnungen mit dem Grünraum. Großzügige gedeckte Eingangsbereiche an der Gneisfeldstrasse verbinden die Gebäude zu einer differenzierten Gesamtfigur und schaffen attraktive Freiräume.
Konstruktion und Energie
Ein wesentlicher Erfolg ist der markante Holzbauanteil im geförderten Wohnbau. Bei den Holz-Hybrid-Bauten dienten hocheffiziente Holzriegelelemente gleichzeitig als Schalung für die Betonstützen, was Arbeitsschritte reduziert und Bautoleranzen minimiert. In Kombination mit einem innovativen Energiekonzept aus PV, Geothermie und Abwasserwärme agiert GNICE als autarkes Plus-Energie-Quartier. Soziale Verantwortung, architektonischer Anspruch und ökologische Innovation verschmelzen zu einem zukunftsweisenden Lebensraum.











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